Philowinter 2017: Achtsamkeit.

IMG_1520In unserem Gespräch übers Entschleunigen letzten Sonntag ist klargeworden, dass wir erst einmal die eigene Unruhe, die tausend Affen im Kopf, kennenlernen und aushalten müssen, wenn wir ruhiger und langsamer werden. Die Hektik, die tausend Dinge, die uns umtreiben, werden „Unruhegeist“ genannt: in ihrem Buch Buddhas Anleitung zum Glücklichsein (Gräfe und Unzer, 2007)  beschreibt Marie Mannschatz:
„Es ist typisch für den unruhigen Geist, dass wir uns selbst verloren gehen. Bei allen  Anforderungen bleibt kein Raum zur Selbstwahrnehmung.“

Und wenn wir dann zur Ruhe kommen, etwa in der einfachen
Übung Den Geist zum Atem bringen,
die wir gemeinsam gemacht haben, müssen wir erstmal durch die Unruhe hindurchgehen, bis wir in ruhigeres Fahrwasser kommen. Die Übung ist deswegen so hilfreich, weil sie uns dazu einlädt, uns auf den Rhytmus des Atems einzulassen, der immer gleich bleibt: ein – aus. Wir begleiten unseren eigenen Atem im Geist mit den Worten ein – aus. So bringen wir den Geist zum Atem und die tausend Affen zur Ruhe. Wir checken bei uns selber ein und spüren, was wir dann eben spüren: bei manchen ist es die eigene Müdigkeit, die sich bemerkbar machen kann, bei anderen kommt Freude auf oder einfach nur Stille. Wenn die Gedanken wiederkehren, bemerken wir das früher oder später und holen den unruhigen Geist zurück zum Atem: ein – aus.

Entschleunigung ist eine gute Voraussetzung für die nächste Übung: Achtsamkeit.
Bei unserem zweiten Termin, am kommenden Sonntag, sprechen wir über diesen Begriff, der in den letzten Jahren eine steile Karriere gemacht hat: der Spiegel berichtete kürzlich, dass große internationale Unternehmen, wie etwa Google, ihren Mitarbeitenden Achtsamkeitskurse anbieten. Seit Jon Kabat-Zinn zusammen mit Saki Santorelli in den 90iger Jahren die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion entwickelt und medizinisch begleitet hat, ist das ursprünglich aus dem Buddhismus stammende Konzept im Westen angekommen. Wir schauen uns gemeinsam die Grundidee an und werden wieder eine oder zwei Übungen kennen lernen, die gut in den Alltag, auch den stressreichen beruflichen Alltag, integriert werden können.

Philowinter 2017
Achtsamkeit.
Sonntag, 29.1.
17 Uhr
Brücke e.V., Strandstr. 4G in Wyk
Eintritt frei, um eine Spende zugunsten der Brücke wird gebeten.

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