Ab Januar 2018: Hafengespräche zur Philosophischen Lebenskunst

Eine neue Veranstaltungsreihe der vhs Föhr im Philosophischen Inselwinter:

Hafengespräche zur Philosophischen Lebenskunst

Der Hafen ist der Ort, an dem die Reise beginnt und endet, der Ort des Abschieds und des Wiedersehens. Hier ist die Schwelle, auf der wir einen kurzen Moment innehalten können, um in die Weite zu blicken und uns zu orientieren.

Hafengespräche
Philosophische Lebenskunst

Moderiert von Dr. Claudia Fuchs, Oldsum

Fr. 12.1.
Annehmen, was ist – Die Weisheit des fehlenden Notausgangs entdecken
So. 28.1.
Zwischenraum, hindurchzuschaun – Die Perspektive wechseln
Fr. 23.2.
Leben im Jetzt – Heraustreten aus der Hektik, den Moment entdecken
Fr. 9.3.
Das Leben zum Tee einladen – Sich mit dem Unerwünschten verabreden
So. 18.3.
Herzens-Sache – Liebende Güte entwickeln


Zeit: immer um 16 Uhr bis ca. 17:30 Uhr
Ort: WDR Galerie am Hafen Wyk
Veranstalter: vhs Föhr
Gebühr: 5 € pro Veranstaltung (ab 8 TN)

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Schreiben, um frei zu werden: Heilsames Schreiben

IMG_1750Was braucht es, damit das Schreiben zur Freiheitsressource werden kann?

Das Rezept ist einfach:

* ein Schreibbuch, natürlich,
* etwas Zeit, am besten regelmäßig am Tag, etwa morgens vor dem Aufstehen,
*ein Ziel, z.B.: drei Seiten, oder: fünf Minuten

und, entscheidend wichtig:

* Keine Adressaten, keine Mit-Leser,  und
* keine Schreib-Regeln.

Denn nur so, ohne Adressaten und ohne Regeln, gelingt es, den Effekt zu erzielen, der aus einfachem Schreiben  Heilsames Schreiben werden lässt: wir geben nach außen, was uns beschäftigt, vielleicht auch bedrängt und bedrückt, und müssen keinerlei Kontrolle oder soziale Konsequenzen fürchten. In unserem Schreiben sind wir mit uns selbst allein und frei.

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Was war? Der Jahresendfragebogen

20160328_183018Jahresendfragebogen
… ist ja jetzt die Zeit, sich einzumuckeln und vielleicht mal zu schauen, wie das Jahr so war…
Hier ein paar Fragen zur Inspiration beim Jahresrückblick.

1.   Etwas Neues, das dieses Jahr ins Leben gekommen ist

2.   Das interessanteste Buch des Jahres. Dürfen auch mehrere sein

3.   Was gelernt?

4.   Ein glücklicher Moment in diesem Jahr

5.   Was verloren in diesem Jahr?

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Zwei Leben, Trauer und eine Veranstaltung in der Brücke

IMG_1143Wir alle haben zwei Leben.
Das Zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur eins haben.

Tom Hiddleston, 2015

 … vielleicht ist die Erkenntnis, von der Tom Hiddleston da spricht, der Beginn und das Ende eines Trauerprozesses.

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Klarer Kurs: … folgen nur der Schönheit…

IMG_1621Hochzeitsreden sind eine sehr interessante Textsorte. Kürzlich hörte ich eine Rede anlässlich einer Hochzeit zwischen einem geflüchteten Afrikaner und einer Deutschen. Um ein Zitat habe ich die Rednerin gebeten, weil es in mir nachhallte. Hier ist es, von Khalil Gibran, dem libanesisch-us-amerikanischen Dichter:

„Gestern gehorchten wir noch Königen und verneigten unsere Häupter vor Imperatoren. Heute jedoch verneigen wir uns nur noch vor der Wahrheit, folgen nur der Schönheit und gehorchen nur der Liebe.“ 

Khalil Ghibran: – The Vision – Chapter: Children of Gods, Scions of Apes)  (Original engl.: „Yesterday we obeyed kings and bent our necks before emperors. But today we kneel only to the truth, follow only beauty, and obey only love.“)

 

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vhs Föhr: Meditatives Tanzen am Samstag im Ev. Gemeindezentrum Wyk

… wenns draußen gruselig wird:IMG_0316

Meditatives Tanzen
„Komm in den Kreis und tanze mit .“
Leicht erlernbare Tänze aus verschiedenen Kulturen.

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Wenn sonst nichts hilft…

… dann tut es vielleicht heute die wundervolle Kolumne von Roger Cohen in der New York Times unter dem Titel: If all else fails.

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Flüchtige Zeichen im Herbst: nature art. Zwischen Witsum und Goting…

IMG_2330… sah es gestern so aus.
Und so:

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 … und in dem Tisch mit Aussicht steckten zwei kleine Vogelfedern. Ich entdeckte sie erst auf der Vergrößerung meiner Aufnahmen. Deshalb wirken sie ein wenig neblig, aber auch zart und poetisch. Ich stelle mir vor, dass zwei Verliebte sie dort hinterlassen haben, als flüchtiges Zeichen für einen wunder-vollen gemeinsamen Herbsttag am Meer.
Nature art, in nature.

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Mit 19 in New York: Die Carrie-Pilby-Liste

DSCN6409In der Schreibwerkstatt lieben wir Listen, und jetzt habe ich eine neue entdeckt: die Carrie-Pilby-Liste. Carrie Pilby ist eine Romanfigur von Caren Lissner, und das Buch gibts auch als zauberhaften Film mit dem von mir sehr geschätzten Nathan Lane als Psychiater der neunmalklugen und unangepassten Neu-NewYorkerin Carrie Pilby, 19.

Und so kommen wir zur Carrie-Pilby-Liste.
Diese Liste ist eine to-do-Liste. Carrie dokumentiert ihre Fortschritte mit einer altertümlichen Polaroid-Kamera.

Die Carrie-Pilby-Liste:
Zehn Dinge, die du liebst oder lieben könntest und seit längerer Zeit nicht oder noch nie getan hast.

Für Carrie heißt das zum Beispiel:

* Tu etwas, das du als Kind geliebt hast (Kirschlimo)
* Finde und pflege ein Haustier (Zwei Goldfische namens Katherine und Spencer. Auftrag an Katherine: ‚Beweise, dass mein Psychiater unrecht hat.‘ Auftrag an Spencer: ‚Mach Katherine glücklich.‘)
* Arrangiere dir ein date 
* Finde jemand, mit dem du Silvester verbringen kannst
* Finde eine neue Freundin oder einen neuen Freund

DSCN6374Mir scheint, diese Liste ist gut für alle Neuanfänge und Zwischenräume und Schwellen-Situationen,  für wenn Altes losgelassen wurde und Raum für Neues ist.
Also nicht nur mit 19 in New York.
Aber in diesem Spirit.

 

Caren Lissner: Carrie Pilby. Harlequin 2017, Hörbuch, kindle, Taschenbuch.
CarriePilby. Film. Regie Susan Johnson. Mit Bel Powly, Nathan Lane, Gabriel Byrne 2017

 

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„Die großen Wasser.“ – Ein Textanfang. Wie gehts weiter?

IMG_1323Ein Text ist bei mir angelandet, ziemlich düster, ein Krimi vielleicht (jedenfalls gibts da wohl eine Leiche),  ein dystopischer Roman (die Welt scheint schon untergegangen zu sein), womöglich eine Liebesgeschichte (kann ja auch unter allen Umständen passieren…), ich weiß es nicht.
Es sind nur drei Seiten, und vielleicht hat jemand Lust, daran weiter zu schreiben. Einsendungen unter der Antwortfunktion oder an: dr.claudia.fuchs(at)freenet.de
 

Die großen Wasser

Ich fuhr mit dem Mini-Traktor direkt in die braune Brühe, merkte plötzlich,

dass sie an dieser Stelle viel tiefer war als ich gedacht hatte, und

kenterte.

Der Traktor kippte, ich verlor das Gleichgewicht und landete im Wasser. Das

Ganze ging unglaublich schnell.  Das Wasser war knietief, und ich wollte

unbedingt verhindern, dass mein Oberkörper damit in Berührung kam. Als ich

mich wendete, um mich aufzurichten, kam mir in der Brühe ein

blasses Gesicht mit offenen Augen entgegen. Ich dachte erst noch: ‚Mach doch

die Augen zu in diesem Dreckswasser!‘ Dann wurde mir klar, sie musste tot

sein. Eine Leiche. Mit mir im Wasser.

Das Gesicht strebte schnell wieder von mir weg. Mariam hatte sie am

Enterhaken und zog sie zu sich auf eine Rutsche, die sie ins Wasser gelegt

hatte. Das war tatsächlich eine Art Surfbrett-Wanne aus gelbem Plastik,

wusste der Geier, wozu das einmal gedient hatte. Jetzt war es eine Rampe für

Wasserleichen. Mariam, kräftig, die Jüngste von uns, zog an, und die tote

Frau glitt auf die schräge Rampe, dann schaukelte sie auf dem Wasser, auf

ihrem gelben Surfbrett. Grüner Pulli aus wiederverwendeten Plastikfäden,

schwarzer Rock, keine Strümpfe, keine Schuhe.

Eher winterlich angezogen, registrierte ich. Jetzt war Sommer, leider.

Das Wasser stank. Die Leiche jetzt auch.  Weiterlesen

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